Loomis MMXV

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    • Loomis MMXV

      Ich will hier ne kleine Liste mit den Eindrücken meiner Alben von 2015 zum besten geben. Vielleicht interessiert sie ja den einen oder anderen. Ich poste die Alben einfach in alphabetischer Reihenfolge, das soll keine Rangliste sein. Und Punkte gibts auch nicht. :tong2:
      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair

    • Adramelch - Opus

      Mein Erstkontakt mit Adramelch war der Gig beim Keep It True-Festival IV. Das erste Album das ich von ihnen hatte war Broken History. Ein wirklich großartiges Album. Das legendäre Debüt kam dann erst später. Weiß zu gefallen, aber der doch seltsame Sound sorgt dafür, dass es für mich nicht an Broken History herankommt. Als dann 2012 endlich Lights From Oblivion kam, war mir das dann doch etwas zu ruhig und zu wenig Metal, ich hätte gerne mehr aus der Broken History-Richtung gehabt. Nun, 2015 das Album Opus. Mir gefällt das Album besser als der Vorgänger, es scheint auch musikalisch eine Mischung aus Broken History und Lights From Oblivion zu sein. Tolle Songs, guter Sound. Die 66 Minuten vergehen wie im Flug. Das Album, das auch die Auflösung der Band markierte, ist nochmal ein richtiger Volltreffer geworden. Meine liebsten Songs sind Pride, Only By Pain und Ostinato.
      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair

    • Angur - Ego

      Vier Jahre und gravierende Lineup-Wechsel nach dem Debüt kommen Angur mit einer neuen EP aus dem Kreuz. Das Warten hat sich gelohnt. Auf dem ersten Album war zwar schon recht guter - Odin sei Dank - unschunkeliger Pagan Metal, aber ein paar Längen und Schwächen beim Klargesang waren noch auszumachen. Dennoch aufgrund des "Hits" Hagen von Tronje zu empfehlen. Aber zurück zur neuen EP: Die Songs sind vielschichtiger geworden und haben eine stärkere Black Metal-Komponente bekommen. Der Klargesang von Oliver hat sich stark verbessert und auch der Black Metal-Gesang wurde besser und charismatischer, zuweilen klingt er wie Kristian Vikernes auf der Fallen oder der Belus. Neuzugang Fee spielt nicht nur genausogut Drehleier wie ihre Vorgängerin, nein, sie bringt auch sehr starken Klargesang mit. Stark!
      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair

    • Armored Saint - Win Hands Down

      Armored Saint können nicht enttäuschen. Dachte ich zumindest bis 2010 die schwache und leider Alternative-lastige La Raza erschien. Aber fünf Jahre später ist die Welt wieder in Ordnung. Armored Saint spielen endlich wieder ihren lässigen, saucoolen Metal für den sie einst berühmt (wenn auch nicht reich) wurden. Die Songs gehen sofort ins Ohr und wollen auch nicht mehr raus. Toll sind zudem das Duett mit Pearl Aday, sowie der sogenannte Deep Remix von Dive, bei dem Armored Saint beweisen, dass der Songs sogar ohne Metal super funktioniert. Ohne Frage das beste Album von Armored Saint (mindestens?) seit Symbol of Salvation.
      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair

    • Artizan - The Furthest Reaches

      Das dritte Album von Artizan, aber das erste und bisher einzige, das ich habe. Die Band habe ich am KIT letztes Jahr das erste Mal so richtig wahrgenommen. Der Auftritt hat mich sofort überzeugt. Toller melodischer Metal mit Köpfchen aber nie verkopft, mehr als kompetent vorgetragen, mit einem Könner als Sänger. Ich habe die Musiker später noch persönlich kennengelernt und gemerkt, dass sie sehr viel Herzblut in das Album gesteckt haben und ich finde, das merkt man auch.
      Ein Genre das im Moment leider etwas untergeht, habe ich den Eindruck, das aber jeder, der gute Melodien ohne Kitsch in seinem Metal mag sich mal anhören sollte.
      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair

    • Dark Quarterer - Ithaca

      Das eigentümliche, mystische Dark Quarterer-Debüt ist mit seinem epischen, kauzigen Metal eines meiner Lieblingsalben. Alle nachfolgenden Alben habe und mag ich auch, obwohl keines mehr so geil war, wie das Debüt. The Etruscan Prophecy kam noch sehr nahe ran, ja.
      Nach dem Album Symbols von 2008, das starke Einflüsse von Deep Purple und Dream Theater hatte, kam 2015 endlich wieder ein neues Album heraus. Es ist wieder metallischer ausgefallen. Die Orgel die schon bei Symbols großen Raum einnahm ist noch da, fügt sich aber auch sehr gut ein. Der eigenwillige Gesang von Gianni Nepi scheint nicht zu altern.
      Ein gutes Album das ich gerne höre, aber ein zweites "Colossus of Argil" oder "Lady Scolopendra", sprich diese unglaubliche, geheimnisvolle Atmosphäre wird es von der Band wohl nicht mehr geben.
      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair
    • Wow, ein sehr ambitionierter "Blog"! :thumbup:
      Wenn ich meine ca. 100 CD-Käufe des letzen Jahres bzw. nur die 2015 Releases davon hier besprechen würde... jessas! ;)

      Die Adramelch und Armored Saint habe ich mir auch zugelegt. Die gefallen mir beide nach wie vor sehr gut.
      Bin gespannt, was hier noch so alles von Dir folgt. 8-)
      Bei Artizan riskiere ich aufgrund Deiner Empfehlung mal ein Ohr.
      Niveau ist auch nur eine Hautcreme mit einem "u" hinten dran!


    • Dødheimsgard - A Umbra Omega

      Auf dem neuen Dødheimsgard-Album gibt es Black Metal, Björk-artige Ambient-Passagen, Planet Caravan-Tribute, Saxophon, es erinnert an ruhigere Mastodon-Parts... Ach ja, wir sind übrigens noch beim ersten Song! Es wird schon klar, diese Platte ist sicher nichts für jedermann. Avantgarde-Black Metal der, je nach dem wen man fragt, genial oder Mist ist.
      Mir gefällt es gut, aber ich gebe zu, dass auch ich in Stimmung für das Album sein muss. Besonders gut gefällt mir der Gesang von Rückkehrer Aldrahn. Wenns nur darum ginge, würde ich aber eher sein 2014er-Album "Deep Drone Master" mit The Deathtrip empfehlen.

      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair

    • Enslaved - In Times

      Bei Enslaved bevorzuge ich ja klar die schwarze Frühphase bis einschließlich Blodhemn. Aber auch die neueren, melodischeren und Richtung Progressive Metal schielenden Werke höre ich gerne. In Times ist auch wieder gut gelungen und hat tolle Melodien zu bieten. Wer also mit Axioma Ethica Odini oder RIITIIR was anfangen konnte, dem dürfte auch das neue Album gut reinlaufen, es hat sich nicht viel geändert. Ivars stellenweise eingestreuten Psychedelic-Soli sind nicht meine Sache, die gefielen mir auch auf Monumension schon nicht, aber allzuoft kommen die auf In Times zum Glück auch nicht vor.

      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair

    • Fortíð - 9

      Nach Enslaved kommen wir nun zu Fortíð und das passt ganz gut. Denn stilistisch ist die isländisch/norwegische Truppe eine Mischung aus Enslaved und neueren Ereb Altor. Sprich Viking Metal meets Black Metal meets große Melodien inkl. Klargesang.
      Fortíð führt immer noch (zu Unrecht) ein bisschen ein Schattendasein, aber wer die genannten Bands oder auch Borknagar gerne hört, kann mit der guten Fortíð auch nichts falsch machen.

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      Into the Courts of Chaos
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    • Imperious - Tales Of Woe (The Journey Of Odysseus, Part I - From Ilion To Hades)

      Ein ambitioniertes Projekt:
      Über 60 Minuten lang, eine Mischung aus Death Metal, Black Metal, Epic Metal, zum Teil auch mit weiblichem Gesang und ruhigen Interludes. Dazu ein ausschweifendes Textkonzept über die Reise des Odysseus. Gekrönt von einem tollen Artwork wird diese Eigenproduktion zu einer runden Sache. Im Deaf Forever-Magazin von WRM mit 7,5 Punkten bewertet würde ich noch einen Punkt drauf geben. Das ist noch kein Jahrhundertwerk, aber Potential steckt auf jeden Fall in der Band und es macht Spaß, die Scheibe zu hören.

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      Into the Courts of Chaos
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    • Iron Maiden - The Book Of Souls

      Wenn ein neues Album von Iron Maiden ansteht, gibt es immer schon im Vorfeld viel Diskussionsstoff. Jedes Detail wird diskutiert und interpretiert, seien es die im Logo wieder vorhandenen unteren Spitzen bei R, N und M, das Eddie-Cover, die Spieldauer usw.

      Das mit dem Logo ist mir auch aufgefallen. Ich mag es ja meist nicht, wenn Bands ihre Logos zu sehr ändern. So fand ich z.B. das (damals neue) Metallica-Logo auf Load und Reload langweilig und nichtssagend. Von daher ist die Rückkehr Maidens zu ihrem alten Logo zu begrüßen, auch wenn das Interimslogo ja nun auch nicht allzu große Unterschiede zum alten hatte. Aber, lässt das alte Logo auf auf eine musikalische Rückkehr zu alten Glanztaten schließen? Warten wir es ab.

      Das neue Eddie-Cover ist natürlich nicht umstritten: Mir gefällt es im Prinzip. Ich finde den Eddie cool. Andererseits habe ich natürlich auch die Kritik, dass der Hintergrund einfach nur schwarz gehalten ist. Wer hat denn nicht früher intensiv die Albumcover von Somewhere in Time oder Powerslave untersucht, um ja kein Detail zu übersehen? Da wäre (noch) mehr drin gewesen.

      Die Albumlänge von 92 Minuten hat mir im Vorfeld ein mulmiges Gefühl beschert. Kann ein Maiden-Album über so eine Distanz durchhalten? Auf The Final Frontier hätte eine gewisse Straffung des Materials gut getan. Warum muss ein Album heutzutage so lang sein? Früher hatten Alben wie The Number of the Beast 40 Minuten "all killers, no fillers".

      So, jetzt aber zur Musik: If Eternity Should Fail ist schon mal eingroßartiger Opener, auch wenn es das Intro und das Outro nicht wirklich gebraucht hätte. Das rockige Speed Of Light gefällt mir auch gut. The Great Unknown wächst mit der Zeit stark, Death Or Glory ist ziemlich geil. The Book Of Souls, Tears Of A Clown und The Man Of Sorrows sind allerdings weniger spektakulär.

      Beim 18-minütigen Empire Of The Clouds stellte sich im Vorfeld die Frage, ob Dickinson sich mit so einem Megawerk nicht übernommen hat. Antwort: Nein, hat er tatsächlich nicht, der für Maiden ungewöhnliche Song zieht sich überhaupt nicht sondern bleibt über die Distanz interessant. Cool auch die kleine Gustav-Holst-Reminiszenz in der Mitte. Allerdings bleibt The Rhime of the Ancient Mariner dennoch mein Lieblings-Maiden-Longtrack, da kommt ein Empire Of The Clouds nicht heran.

      Was bleibt unter dem Strich: Maiden haben ein Album abgeliefert, das mir gut gefällt, es sind auch ein paar richtig starke Songs drauf. Warum man aber unbedingt so viele Songs auf über zehn Minuten auswalzen muss (The Red And The Black und The Book Of Souls hätte eine Straffung gut getan) bleibt unbeantwortet. Ein Song wie The Man Of Sorrows tut zwar nicht weh, aber den hätte man auch ruhig als B-Seite verwenden können.
      The Book of Souls ist also recht gut gelungen, mit etwas strengerer Selektion der Songs und Songteile hätte man aber auch ein Album machen können, das "nur" 50 oder 60 Minuten lang und dafür dann aber richtig geil ist.
      Into the Courts of Chaos
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    • Macabre Omen - Gods Of War - At War

      Griechen, die Bathory spielen? Auf die Band bin ich durch das Deaf Forever-Magazin aufmerksam geworden. Aufgrund der guten Bewertung und Beschreibung flugs gekauft und nicht enttäuscht worden.
      Das Album klingt tatsächlich, als wäre Quorthon Grieche und hätte ein Album in der Schnittmenge Blood Fire Death, Hammerheart und frühe Rotting Christ aufgenommen.

      Die Riffs und Leads sind trotz des rauhen Charmes sehr melodisch und ansprechend. Vom Gesang vielleicht abgesehen, sollte das auch vielen Nicht-Black-Metallern gut gefallen. Sehr stark!

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      Into the Courts of Chaos
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    • Manilla Road - The Blessed Curse / After The Muse

      Wer mich kennt wusste natürlich, dass Manilla Road auch in dieser Liste auftauchen würden. "The Blessed Curse" finde ich stärker als "Mysterium". Das liegt wohl daran, dass die Band mit den beiden (inzwischen nicht mehr ganz so) neuen Mitgliedern Joshua Castillo und Neudi besser zusammengewachsen ist. Mir gefallen ja alle Alben von Manilla Road, auch seit der Reunion. Dass da manche stärker als andere sind sehe ich aber natürlich auch so. Nun, wo ordnet sich "The Blessed Curse" ein? Meiner Meinung nach recht weit oben (seit der Reunion). Das liegt vor allem an drei Songs: The Blessed Curse, Tomes Of Clay und The Muses Kiss. Diese Lieder sind wirklich auf Top-Niveau und können auch mit vielen Klassikern mithalten. Die etwas ruhigere Ausrichtung passt dabei wunderbar und man merkt Mark Shelton an, dass cleane E-Gitarren oder gar Akustikgitarren für ihn einen großen Stellenwert haben. Erwähnenswert ist, dass diese drei stärksten Songs des Albums auch alle von Meister Shelton himself gesungen wurden. Was ist jetzt also mit dem Rest der Songs und mit Bryan "Hellroadie" Patrick?
      Leute die weniger Manilla Road-Fanboy sind als ich sagen sich, dass sie härtere, kürzere Songs wie Kings Of Invention oder Luxifera's Light nicht mehr unbedingt brauchen. Lieder dieser Art gab es zuletzt auf jedem Manilla Road-Album und an die Klassiker von etwa einem Mystification-Album kommen sie auch nicht heran. Das liegt nicht zuletzt auch an "Hellroadie", den ich zwar sehr sympathisch finde, der aber - das muss ich so sagen - auf diesem Album etwas halbherzig wirkt. Wo ist das Feuer hin, das in seinem Gesang auf einem "Gates of Fire" loderte? Da sollten Mark und Neudi ihn mal etwas in den Hintern treten, damit er mal wieder alles gibt.
      Mir jedenfalls gefallen diese härteren Songs aber dennoch immer noch sehr gut, denn zum einen gefällt mir der Stil eben ungemein und zum anderen hat Mark immer noch jede Menge cooler Riffs im Köcher, so dass auch ein auf den ersten Blick unspektakulärerer Song mir noch Freude bereitet.
      Was die Bonus-CD "After the Muse" angeht, so möchte ich auch diese nicht missen, beinhaltet sie doch zwar ungewöhnliche, aber durchweg starke Songs von Mark Shelton and Friends. Besonders gefällt mir dabei All Hallows Eve, eine Proberaumaufnahme von 1981, die im Stile des Mark of the Beast-Albums anfängt, um später in einen härteren Teil á la Deep Purples Flight of the Rat übergeht. Besonders sympathisch ist, dass die Band den damaligen Drummer Rick Fisher als Gast ins Studio geholt hat, um den Song nochmal neu einzuspielen.
      Fazit ist also, dass mir ein neues Manilla Road-Album von 2015 immer noch sehr viel Spaß macht und sie in dieser Form gerne noch länger weiter machen können. Wenn ein Album solch starke Highlights wie die genannten The Blessed Curse, Tomes Of Clay und The Muses Kiss beinhaltet, dann ist es für mich auch nicht so schlimm, wenn Songs wie The Dead Still Speak dabei sind, die zwar ordentlich, aber nicht herausragend sind.
      Mindestens in meinen Top 3 von 2015.

      Up The Hammers & Down The Nails!

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      Into the Courts of Chaos
      Into the halls of eternal despair